Blog des therapeutischen teams

Wir passen jetzt mal gut auf

Spielerisch lernen: das Marburger Konzentrationstraining für Kinder

„Ihr Kind kann sich nicht konzentrieren, wird ständig abgelenkt, bleibt nicht bei der Sache“ – dies und vielleicht noch mehr bekommt der eine oder andere von uns all zu oft von den Lehrern in der Schule zu hören. Aber was dagegen tun? Was heißt eigentlich sich konzentrieren?

Konzentration bedeutet, sich mit seiner ganzen Aufmerksamkeit einer Person oder einer Sache zuzuwenden und sich voll und ganz auf etwas einzulassen. Die Gedanken werden sozusagen an die Leine gelegt, nur das was man gerade macht ist wichtig.

Je nach Alter des Kindes erwartet man eine entsprechende Ausdauer im Konzentrationsvermögen, diese Aufmerksamkeitsspanne wird bei zunehmendem Alter des Kindes normalerweise länger.

Die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne von Kindern und Jugendlichen beträgt bei

  • 5-7 jährigen 15 Minuten
  • 7-10 jährigen 20 Minuten
  • 10-12 jährigen 20-25 Minuten
  • 12-14 jährigen ca. 30 Minuten

Konzentrationsstörungen bei Kindern können ganz unterschiedliche Ursachen haben:

Es kann z.B. eine Wahrnehmungsstörung vorliegen, bei der die Verarbeitung von Sinneseindrücken (sehen, hören, sprechen) im Gehirn nicht richtig funktioniert, und das Kind in der Schule einfach nicht mitbekommt, was im Unterricht besprochen wird.

Auch Stress, Überforderung, mangelnde Bewegung, schlechte Ernährung und zu wenig Schlaf können eine Rolle spielen. Ebenso genannt werden häufig Nebenwirkungen von Medikamenten, bestehende Legasthenie, AD(H)S und andere Krankheiten wie z.B. eine Schilddrüsenunterfunktion.

Daher ist es sehr wichtig, das Kind zunächst einmal von einem Arzt gründlich untersuchen zu lassen.

Bei der Therapie können Ergotherapie und Logopädie sehr hilfreich sein, denn dort werden auf spielerische Art und Weise Schwierigkeiten in der Wahrnehmung, Bewegung, Aufmerksamkeit und Sprache behandelt, welche häufig die Konzentration mit beeinflussen.

Eine besonders erfolgreiche Maßnahme ist das Marburger Konzentrationstraining.

Kinder lernen dabei Methoden, um ihre Aufmerksamkeit selbst zu steuern und sich besser zu konzentrieren. Das Training wurde für Kinder entwickelt, die sich im Kindergarten oder der Schule leicht ablenken lassen und oft auch bei Hausaufgaben große Schwierigkeiten haben.

Außerdem profitieren davon Kinder, die noch nicht selbständig arbeiten können, sich wenig zutrauen und sehr viel Zuwendung brauchen.

Das Training findet bestenfalls in kleinen Gruppen von drei bis sechs Kindern gleichen Alters statt, da Auffälligkeiten meist erst in Gruppensituationen auftreten; außerdem lernen Kinder generell sehr gut von einander, es kann aber auch in Einzelsituationen angewand werden!

Das Training besteht aus verschiedenen Bewegungs-, Wahrnehmungs- und Entspannungsübungen und dem Bearbeiten von Arbeitsblättern nach einer bestimmten Technik. Die Kinder lernen dabei, planvoll und systematisch statt impulsiv vorzugehen, mit Fehlern umzugehen und, ganz wichtig, sich selbst mehr zuzutrauen.

Text: Stefanie Werner staatlich anerkannte Ergotherapeutin &

ganzheitliche Ernährungs- und Gesundheitsberaterin

http://www.ergotherapiemallorca.com

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Psychologische Familienberatung

Familientreue / Loyalität

Loyalität ist ein Gefühl der Solidarität und des Engagements, das sowohl die Bedürfnisse und Erwartungen der Familie als auch die Gedanken, Gefühle und Motivationen der einzelnen Mitglieder vereint (Simon et al., 1988).

Innerhalb des Familiensystems kann Loyalität als die Erwartung der Einhaltung bestimmter Regeln und der Androhung des Ausschlusses bei deren Überschreitung verstanden werden (Simon et al., 1988).

Der Zusammenhalt der Familie geht meist Hand in Hand mit der Loyalität ihrer Mitglieder. Von jedem Einzelnen/jeder Einzelner wird verlangt, dass er/sie die Erwartungen und Verpflichtungen der Gruppe erfüllt (Simon et al., 1988).

Es kann vorkommen, dass ein Mitglied in einen Loyalitätskonflikt gerät. Dies ist der Fall, wenn eine Person das Gefühl hat, dass sie durch ein bestimmtes Verhalten einer Partei gegenüber loyal, der anderen gegenüber jedoch illoyal ist.
Was auch immer er oder sie tut, jemand wird sich verletzt fühlen.

Doch ist das immer richtig so? – Muss ich allen in meiner Familie gegenüber loyal sein? Ab wann darf ich mein eigenes Leben führen?
Wenn Sie sich im „Dickicht der Loyalität“ unwohl fühlen und/oder sich von Familienmitgliedern unter Druck gesetzt fühlen, kann Ihnen eine systemische psychologische Beratung helfen. Sprechen Sie mich gerne an. 🙂

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Feigenzeit:

Seit einiger Zeit erfreue ich mich und genieße die leckere Frucht der Feige!

Ob einfach so zwischendurch genascht, ob im Müsli, Smoothie oder als Beilage im Salat, Feigen sind mit ihrer fruchtigen süße einfach nur lecker!

Das tolle ist, die Feige ist nicht einfach nur lecker, sondern bietet uns gesundheitlich noch einiges mehr! So ist sie reich an Vitamin B und anderen Vitaminen, darüber hinaus ist ihr Gehalt an Spurenelementen, Mikronährstoffen, Antioxidantien und anderen Stoffen so hoch, dass sie geradezu ein Superfood und Wundernahrung für alle möglichen gesundheitlichen Probleme ist. Wenn es zum Beispiel um die Gesundheit von Gehirn und Darm geht, sollten Feigen die erste Wahl sein! Die Zusammensetzung der Mineralien sorgt dafür, dass im Gehirn die Bildung neuer Neuronen und Synapsen unterstützt werden, daher ist die Frucht gut für Menschen mit neurologischen Erkrankungen wie Alzheimer, Parkinson, Schlaganfall und anderen. Die Fruchtschale wiederum nährt die nützlichen Darmbakterien und schützt dadurch unseren Verdauungstrakt, gleichzeitig wirkt sie gegen schädliche Darmbakterien, Parasiten, Schimmelpilze und sogar giftige Metalle!

Auch seelisch unterstützt uns die Feige, indem sie regelmäßig verzehrt uns bei häufigen Stimmungsschwankungen, übler Laune oder Enttäuschung die seelische Last leichter machen. Sie schenkt uns Ausgeglichenheit und inneren Frieden Titel: ?

Also nur zu, hier dürft ihr kräftig zugreifen!!!

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Belohnungen für Kinder?

Wer Kinder hat, hat es vielleicht schon mal erlebt. Das Kind wird für irgendwas belohnt. Bonbons fürs Tisch abräumen von der Oma, 1 Euro für die Spardose oder das kleine Spielzeug wurde gekauft, weil das Kind sich so „brav“ irgendwo benommen hat.
Und andersherum geht es natürlich auch: Wenn du heute mal die Zähne vernünftig putzt, dann darfst du länger aufbleiben bzw. wenn das wieder nicht klappt, darfst du eine Woche nicht fernsehen.“
Maria Montessori sagte dazu: „Preise und Strafen sind Anregungen zu unnatürlicher oder erzwungener Bemühung, und deshalb können wir in diesem Zusammenhang nicht von der natürlichen Entwicklung des Kindes sprechen.“
Maria Montessori sah einen anderen Weg, um die Leistungen von Kindern zu würdigen: „Eine achtsame Wertschätzung und aufmerksame Anerkennung des Kindes ist sicher der bessere Weg als eine materielle Belohnung.“

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Das Fünf-Faktorenmodell der Persönlichkeit 

Big 5
Wie viele Eigenschaften muss man messen, um die Persönlichkeit eines Menschen sinnvoll zu beschreiben und um Aussagen treffen zu können?
Empirisch gut gesichert, hat sich seit etwa 30 Jahren ein Eigenschaftsmodell in der Psychologie durchgesetzt, das fünf breite Persönlichkeitsdimensionen – die sogenannten „Big Five“ – umfasst (Ostendorf & Angleitner, 2004). 
Bei den fünf Persönlichkeitsdimensionen handelt es sich um: 
Neurotizismus (emotionale Labilität/Stabilität) 
Extraversion 
Offenheit für Erfahrung
Verträglichkeit
Gewissenhaftigkeit

Wozu kann das hilfreich sein?
In einem Übersichtsartikel mit dem Titel „Personality and the prediction of consequential outcomes“ haben Ozer und Benet-Martınez (2006) empirische Befunde zur Vorhersageleistung der Big Five zusammengestellt:
Hier werden die Persönlichkeitsdispositionen auf individueller Ebene mit Glück, körperlicher und psychischer Gesundheit, Spiritualität und Identität in Verbindung gebracht.
Auf interpersoneller Ebene werden die Persönlichkeitsdispositionen mit der Qualität von Beziehungen zu Gleichaltrigen, Familie und Lebens-Partnern in Zusammenhang gebracht, und auf sozial-institutioneller Ebene mit der Berufswahl, Zufriedenheit und Leistung sowie mit gesellschaftlichem Engagement, kriminellen Aktivitäten und politischer Ideologie (Ozer & Benet-Martinez, 2006, S. 401).

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Die Stimme

Stimme und Stimmstörungen

Die Stimme ist ein wichtiges Erkennungsmerkmal der Person und so individuell
wie ein Finderabdruck.
Sehr viele Ausdrücke und Aussprüche deuten darauf hin, wie verbunden die
Stimme mit dem ganzen Menschen und seiner Gefühlslage ist:

  • Da blieb mir die Stimme weg!
  • Weinen und sprechen?
  • Die Kehle wird mir eng
  • Sprache verschlagen etc.
  • Aufregung und Sprechen?


    Am Stimmklang wird es deutlich, ob wir es ernst meinen, ob uns geglaubt wird,
    gerne zugehört wird, vertraut wird.
    Die Stimme ist eng verbunden mit Atmung, ohne Atmung keine Stimme.
    Deshalb kommt der Atmung eine besondere Bedeutung zu.

    Stimmstörungen können vielfältige Ursachen haben.
    Die häufigste Ursache für Stimmstörungen sind jedoch funktionelle Probleme.
    Dies bedeutet die Stimme wird falsch benutzt und so überlastet, dies kann sich
    in vermehrter Schleimbildung, Räusperzwang, Kloßgefühl, Schluckbeschwerden und vor allem in verstärkter Sprechanstrengung äußern.

    Der Stimmklang kann gepresst, kratzig, rau, zu hoch oder zu tief sein.
    Wichtig ist, dass jede Stimmstörung behandlungsbedürftig ist. Falls oben
    beschrieben Symptome auftreten, sollte auf jeden Fall eine HNO- Arztin
    aufgesucht, um die Ursache zu diagnostizieren und dann gezielt behandeln zu
    können.

    Logopädie ist in jedem Falle die Therapie der Wahl.
    Verschiedene Behandlungsmethoden und individuelles Eingehen auf die
    Symptome und Ihre Bedürfnisse sind ein wichtiger Teil der Therapie.