Belohnungen für Kinder?

Wer Kinder hat, hat es vielleicht schon mal erlebt. Das Kind wird für irgendwas belohnt. Bonbons fürs Tisch abräumen von der Oma, 1 Euro für die Spardose oder das kleine Spielzeug wurde gekauft, weil das Kind sich so „brav“ irgendwo benommen hat.
Und andersherum geht es natürlich auch: Wenn du heute mal die Zähne vernünftig putzt, dann darfst du länger aufbleiben bzw. wenn das wieder nicht klappt, darfst du eine Woche nicht fernsehen.“
Maria Montessori sagte dazu: „Preise und Strafen sind Anregungen zu unnatürlicher oder erzwungener Bemühung, und deshalb können wir in diesem Zusammenhang nicht von der natürlichen Entwicklung des Kindes sprechen.“
Maria Montessori sah einen anderen Weg, um die Leistungen von Kindern zu würdigen: „Eine achtsame Wertschätzung und aufmerksame Anerkennung des Kindes ist sicher der bessere Weg als eine materielle Belohnung.“

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Das Fünf-Faktorenmodell der Persönlichkeit 

Big 5
Wie viele Eigenschaften muss man messen, um die Persönlichkeit eines Menschen sinnvoll zu beschreiben und um Aussagen treffen zu können?
Empirisch gut gesichert, hat sich seit etwa 30 Jahren ein Eigenschaftsmodell in der Psychologie durchgesetzt, das fünf breite Persönlichkeitsdimensionen – die sogenannten „Big Five“ – umfasst (Ostendorf & Angleitner, 2004). 
Bei den fünf Persönlichkeitsdimensionen handelt es sich um: 
Neurotizismus (emotionale Labilität/Stabilität) 
Extraversion 
Offenheit für Erfahrung
Verträglichkeit
Gewissenhaftigkeit

Wozu kann das hilfreich sein?
In einem Übersichtsartikel mit dem Titel „Personality and the prediction of consequential outcomes“ haben Ozer und Benet-Martınez (2006) empirische Befunde zur Vorhersageleistung der Big Five zusammengestellt:
Hier werden die Persönlichkeitsdispositionen auf individueller Ebene mit Glück, körperlicher und psychischer Gesundheit, Spiritualität und Identität in Verbindung gebracht.
Auf interpersoneller Ebene werden die Persönlichkeitsdispositionen mit der Qualität von Beziehungen zu Gleichaltrigen, Familie und Lebens-Partnern in Zusammenhang gebracht, und auf sozial-institutioneller Ebene mit der Berufswahl, Zufriedenheit und Leistung sowie mit gesellschaftlichem Engagement, kriminellen Aktivitäten und politischer Ideologie (Ozer & Benet-Martinez, 2006, S. 401).

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Psychologische Familienberatung

Familientreue / Loyalität

Loyalität ist ein Gefühl der Solidarität und des Engagements, das sowohl die Bedürfnisse und Erwartungen der Familie als auch die Gedanken, Gefühle und Motivationen der einzelnen Mitglieder vereint (Simon et al., 1988).

Innerhalb des Familiensystems kann Loyalität als die Erwartung der Einhaltung bestimmter Regeln und der Androhung des Ausschlusses bei deren Überschreitung verstanden werden (Simon et al., 1988).

Der Zusammenhalt der Familie geht meist Hand in Hand mit der Loyalität ihrer Mitglieder. Von jedem Einzelnen/jeder Einzelner wird verlangt, dass er/sie die Erwartungen und Verpflichtungen der Gruppe erfüllt (Simon et al., 1988).

Es kann vorkommen, dass ein Mitglied in einen Loyalitätskonflikt gerät. Dies ist der Fall, wenn eine Person das Gefühl hat, dass sie durch ein bestimmtes Verhalten einer Partei gegenüber loyal, der anderen gegenüber jedoch illoyal ist.
Was auch immer er oder sie tut, jemand wird sich verletzt fühlen.

Doch ist das immer richtig so? – Muss ich allen in meiner Familie gegenüber loyal sein? Ab wann darf ich mein eigenes Leben führen?
Wenn Sie sich im „Dickicht der Loyalität“ unwohl fühlen und/oder sich von Familienmitgliedern unter Druck gesetzt fühlen, kann Ihnen eine systemische psychologische Beratung helfen. Sprechen Sie mich gerne an. 🙂

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