Stimme und Stimmstörungen
Die Stimme ist ein wichtiges Erkennungsmerkmal der Person und so individuell
wie ein Finderabdruck.
Sehr viele Ausdrücke und Aussprüche deuten darauf hin, wie verbunden die
Stimme mit dem ganzen Menschen und seiner Gefühlslage ist:
- Da blieb mir die Stimme weg!
- Weinen und sprechen?
- Die Kehle wird mir eng
- Sprache verschlagen etc.
- Aufregung und Sprechen?
Am Stimmklang wird es deutlich, ob wir es ernst meinen, ob uns geglaubt wird,
gerne zugehört wird, vertraut wird.
Die Stimme ist eng verbunden mit Atmung, ohne Atmung keine Stimme.
Deshalb kommt der Atmung eine besondere Bedeutung zu.
Stimmstörungen können vielfältige Ursachen haben.
Die häufigste Ursache für Stimmstörungen sind jedoch funktionelle Probleme.
Dies bedeutet die Stimme wird falsch benutzt und so überlastet, dies kann sich
in vermehrter Schleimbildung, Räusperzwang, Kloßgefühl, Schluckbeschwerden und vor allem in verstärkter Sprechanstrengung äußern.
Der Stimmklang kann gepresst, kratzig, rau, zu hoch oder zu tief sein.
Wichtig ist, dass jede Stimmstörung behandlungsbedürftig ist. Falls oben
beschrieben Symptome auftreten, sollte auf jeden Fall eine HNO- Arztin
aufgesucht, um die Ursache zu diagnostizieren und dann gezielt behandeln zu
können.
Logopädie ist in jedem Falle die Therapie der Wahl.
Verschiedene Behandlungsmethoden und individuelles Eingehen auf die
Symptome und Ihre Bedürfnisse sind ein wichtiger Teil der Therapie.
